Balto der Held
Die folgende Geschichte beruht auf wahrer Gegebenheit. Der Held dieser Geschichte ist ein Hund namens Balto, aber im Prinzip sind alle Musher und Hunde die mitgewirkt haben wahre Helden.
Als Nenry Ivanoff, ein russischer Eskimo, das Serum in Shaktolik übernommen hat, wollten seine
Hunde nach einem Kilometer ein Rentier jagen. Er sah Leonard Seppala, den besten Musher in der Gegend
mit seinem Hund Togo, einen der besten Schlittenhunde, während er damit beschäftigt war die Hunde zur
ruhe zu bringen und das Gespann zu sortieren. Immer noch knapp 250Km sind Seppala und seine Siberian
Huskies von Nome entfernt. Knapp 150Km fuhr Seppala bis zum nächsten Übergabepunkt.
Im Gespann spielt jeder Hunde eine wichtige Rolle, aber der Leithund ist es, der den Musher und das Gespann
sicher führen muss. Er muss den Trail finden, einen untrüglichen Sinn für Gefahren besitzen, aber auch gehorsam sein.
Seppala musste sich entscheiden, als der Schneesturm heftiger wurde. Nimmt er eine Abkürzung über den zugefrorenen See
"North Sound" oder den sicheren Weg außen herum? Vom Wind wurde Meerwasser über das Eis gespült und es drohte jeden Augenblick zu brechen.
Geradewegs über das Eis führte Togo das Gespann an das rettende Ufer, auf der anderen Seite. Das Eis brach drei Stunden danach. Mitten im dichtesten
Schneesturm wurde das Serum am 1. Februar 1925 von Sepalla an Charlie Olson (40Km) und dann an Gunnar Kaasen weitergeben. Hätte Kaasen gewusst wie
schlimm der Schneesturm werden würde, hätte er "Balto" nicht als Leithund gewählt. Balto war kein sehr guter Leithund, obwohl er einer von Seppalas
besten Hunden war. Als er sich in den tobenden Schneesturm stürzte, bewies Balto seinen Mut. Er hilt nur an einer Stelle und rettete damit das Gespann
und seinen Musher vor dem sicheren Tod im Topkok River. Dass Kaasen es durch den Sturm schaffen würde, glaubte keiner. Als er an der letzten Übergabestation
ankam und nur noch 33Km von Nome entfernt war, fand er seine Ablösung schlafend vor. Das Team lief gut und die Zeit drängte, so kämpfte er mutig weiter. Die
Belastungsprobe wurde verschärft, als ein sehr heftiger Windstoß plötzlich seinen Schlitten samt Hunden vom Boden abhob. Während Hunde und Schlitten wieder
in Ordnung gebracht wurden sind, sank sein Mut: Verschwunden war das Serum. Er durchwühlte mit blanken Händen den Eiskalten Schnee und fand es wieder,
durch ein Wunder. Das Problem war allerdings das das Serum nicht gefrieren durfte, weil es dadurch nicht mehr heilen würde.
Am 2.Februar 1925 führte Balto Gunnar Kaasens Team noch vor Sonnenuntergang nach Nome. Die Stadt war gerettet!!!
Halb erfroren und völlig erschöpft wurden Kaasen, Balto und der Rest des Teams nach 85Km wie Helden gefeiert.
Bis heute ist der Welrekord von 1085Km lange Strecke in 127,5h erhalten geblieben.
Nur kurze Zeit hielt der Ruhm an. Die Hunde wurden von dem Hollywood Produzenten Sol Lessner nach Hollywood gebracht. Dort drehte man einen 30 minütigen
Film "Balto`s Race to Nome". Zwischen Sommer und Herbst 1925 tourten Kaasen und sein Team durch die vereinigten Staaten von Amerika.
Zu dieser Zeit wurde auch ein Denkmal von Balto im Central Park errichtet. An einen unbekannten Vorstadtproduzenten wurde Balto und sein Team verkauft
und zwei Jahre später wurden sie fast vergessen. George Kimble, ein Geschäftsmann aus Cleveland, entdeckte die verwahrlosten, kranken und misshandelten Hunde
in einem Billigmuseum. Er erinnerte sich an die berühmte Story und kaufte die Hunde für 2000$, dies war sehr viel Geld in der damaligen Zeit. In einer
einmaligen Sammelaktion kam in kurzer Zeit die Kaufsumme und der Betrag für die Überfahrt zusammen. Es spendeten Schulkinder, der "Wester Reserve Kennel Club",
Hotels, Geschäfte, Fabrikarbeiter und viele mehr.
Am 14. März 1927 wurde Balto und seine sechs Gefährten nach Cleveland gebracht, wo man ihnen einen heldenhaften Empfang in einer Triumphprade über den Public Square bot. Dnach wurden sie in den Cleveland Zoo gebracht, wo sie in Würde den Rest ihres Lebens verbringen konnten. 15.000 Menschen kamen am ersten Tag, um die Hunde zu sehen.
Am 14.März 1933 starb Balto im Alter von 11 Jahren. Als Erinnerung an das heldenhafte Rennen gegen den Tod, diesnt die Leiche des Siberian Huskies, die in das "Cleveland Museum of Natural History" gebracht wurde.
Bis heute ist man sich noch nicht darüber im klaren was für eine Rasse Balto denn nun gewesen ist oder ob es überhaupt eine reine Rasse war. Alaskan Malamute-Halter sagen es war ein Malamute und Siberian Husky-Halter meinen das es ein Husky gewesen sei.