Siberian Husky
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Siberian Husky


Balto der Held

Die folgende Geschichte beruht auf wahrer Gegebenheit. Der Held dieser Geschichte ist ein Hund namens Balto, aber im Prinzip sind alle Musher und Hunde die mitgewirkt haben wahre Helden.

Es begann alles mit einem Radiosignal aus Nome, 20.Januar 1925. In Nome sei eine Diphterie ausgebrochen und es sei kein Serum vorhanden. Einige Diphterie-Fälle wurden vom eigenen Arzt in Nome festgestellt. Von der gefährlichen Krankheit waren besonders die Inuit-Indiander betroffen. Früher hatten die Masern und die Grippe ganze Dörfer ausgerottet. Dies war der Beginn der verzweifelten Suche nach dem Serum. . .
Flugzeuge standen bereit, um das frische Serum nach Nome zu bringen, meldete Seattle. In Nome war tiefster Winter mit heftigen Schneestürmen und Temperaturen weit unter 0C°. Erschwerend kam noch die gefährliche Halbdunkelheit hinzu. Ein Flug war so mit den damaligen Flugzeugen nicht mehr möglich. 300.000 Einheiten des Serum stünden am Bahnhofskrankenhaus zur Verfügung, meldete der Arzt Anchorage. Diese Pakete könnten mit der Bahn nach Nenana transportiert werden und müssten dann über den heutigen iditarod Trail nach Nome gebracht werden. Selbst mit Maschinen war nicht alles im 20.Jahrhundert möglich. Auf mutige Männer und starke Hunde vertrauten die Menschen seit Jahren. Auch dieses Mal würden sie es machen.
Drei Kinder starben in Nome am nächsten Tag und noch weitere Diphterie-Fälle wurden registriert . Über Leben und Tod entscheidet nun die Zeit. Entlang des Iditarod Trail wurde eine Kette von Hundegespannen organisiert.
Am 27.Januar 1925 kommt der Zug mit dem Serum in Nenana an und der Staffellauf zur befallenen Stadt begann

Als erster Musher machte sich "Wild Bill" Shannon auf den Weg. Kein Geräusch war zu hören, außer dem Schleifen des Schlittens, den Schritten seiner Hunde und seiner eigenen Schritte. Schnell fiel die Temperatur. Bei -30C° startete Shannon. Als er gut 80Km von Nenana entfernt war und in Tolovana ankam, lag die Temperatur bei ca. -50C°. Er übergab halb erfroren das Serum an Edgar Gulland. In der Zeit vom 28. - 29.Januar wanderte das gefrorene Serum von einer eisigen Hand zur nächsten. An diesem Wettrennen gegen den Tod waren Eskimos, Indiander und weiße Musher beteiligt.
Hier eine kleine Übersicht der gestarteten Musher:
- Kalland (50Km) - erstaunliche Durschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h
- Dan Green (45Km)
- Johnny Folger (42Km)
- Sam Joseph (55Km)
- Titus Corning (48Km)
- Harry Pitka (48Km)
- Bill McCarty (45Km)
- Edgar Nollner (39Km)

Am 30. Januar waren die Musher:
- George Nollner (48Km)
- Tommy Patsy (58Km)
- Jackscrew, der Koyukuk Indianer (64Km)
- Victor Anagick (55Km)
- Myles Gonangnan (64Km)

Als Nenry Ivanoff, ein russischer Eskimo, das Serum in Shaktolik übernommen hat, wollten seine Hunde nach einem Kilometer ein Rentier jagen. Er sah Leonard Seppala, den besten Musher in der Gegend mit seinem Hund Togo, einen der besten Schlittenhunde, während er damit beschäftigt war die Hunde zur ruhe zu bringen und das Gespann zu sortieren. Immer noch knapp 250Km sind Seppala und seine Siberian Huskies von Nome entfernt. Knapp 150Km fuhr Seppala bis zum nächsten Übergabepunkt.

Im Gespann spielt jeder Hunde eine wichtige Rolle, aber der Leithund ist es, der den Musher und das Gespann sicher führen muss. Er muss den Trail finden, einen untrüglichen Sinn für Gefahren besitzen, aber auch gehorsam sein. Seppala musste sich entscheiden, als der Schneesturm heftiger wurde. Nimmt er eine Abkürzung über den zugefrorenen See "North Sound" oder den sicheren Weg außen herum? Vom Wind wurde Meerwasser über das Eis gespült und es drohte jeden Augenblick zu brechen. Geradewegs über das Eis führte Togo das Gespann an das rettende Ufer, auf der anderen Seite. Das Eis brach drei Stunden danach. Mitten im dichtesten Schneesturm wurde das Serum am 1. Februar 1925 von Sepalla an Charlie Olson (40Km) und dann an Gunnar Kaasen weitergeben. Hätte Kaasen gewusst wie schlimm der Schneesturm werden würde, hätte er "Balto" nicht als Leithund gewählt. Balto war kein sehr guter Leithund, obwohl er einer von Seppalas besten Hunden war. Als er sich in den tobenden Schneesturm stürzte, bewies Balto seinen Mut. Er hilt nur an einer Stelle und rettete damit das Gespann und seinen Musher vor dem sicheren Tod im Topkok River. Dass Kaasen es durch den Sturm schaffen würde, glaubte keiner. Als er an der letzten Übergabestation ankam und nur noch 33Km von Nome entfernt war, fand er seine Ablösung schlafend vor. Das Team lief gut und die Zeit drängte, so kämpfte er mutig weiter. Die Belastungsprobe wurde verschärft, als ein sehr heftiger Windstoß plötzlich seinen Schlitten samt Hunden vom Boden abhob. Während Hunde und Schlitten wieder in Ordnung gebracht wurden sind, sank sein Mut: Verschwunden war das Serum. Er durchwühlte mit blanken Händen den Eiskalten Schnee und fand es wieder, durch ein Wunder. Das Problem war allerdings das das Serum nicht gefrieren durfte, weil es dadurch nicht mehr heilen würde.

Am 2.Februar 1925 führte Balto Gunnar Kaasens Team noch vor Sonnenuntergang nach Nome. Die Stadt war gerettet!!!
Halb erfroren und völlig erschöpft wurden Kaasen, Balto und der Rest des Teams nach 85Km wie Helden gefeiert.


Bis heute ist der Welrekord von 1085Km lange Strecke in 127,5h erhalten geblieben.

Nur kurze Zeit hielt der Ruhm an. Die Hunde wurden von dem Hollywood Produzenten Sol Lessner nach Hollywood gebracht. Dort drehte man einen 30 minütigen Film "Balto`s Race to Nome". Zwischen Sommer und Herbst 1925 tourten Kaasen und sein Team durch die vereinigten Staaten von Amerika.

Zu dieser Zeit wurde auch ein Denkmal von Balto im Central Park errichtet. An einen unbekannten Vorstadtproduzenten wurde Balto und sein Team verkauft und zwei Jahre später wurden sie fast vergessen. George Kimble, ein Geschäftsmann aus Cleveland, entdeckte die verwahrlosten, kranken und misshandelten Hunde in einem Billigmuseum. Er erinnerte sich an die berühmte Story und kaufte die Hunde für 2000$, dies war sehr viel Geld in der damaligen Zeit. In einer einmaligen Sammelaktion kam in kurzer Zeit die Kaufsumme und der Betrag für die Überfahrt zusammen. Es spendeten Schulkinder, der "Wester Reserve Kennel Club", Hotels, Geschäfte, Fabrikarbeiter und viele mehr.

Am 14. März 1927 wurde Balto und seine sechs Gefährten nach Cleveland gebracht, wo man ihnen einen heldenhaften Empfang in einer Triumphprade über den Public Square bot. Dnach wurden sie in den Cleveland Zoo gebracht, wo sie in Würde den Rest ihres Lebens verbringen konnten. 15.000 Menschen kamen am ersten Tag, um die Hunde zu sehen.

Am 14.März 1933 starb Balto im Alter von 11 Jahren. Als Erinnerung an das heldenhafte Rennen gegen den Tod, diesnt die Leiche des Siberian Huskies, die in das "Cleveland Museum of Natural History" gebracht wurde.

Bis heute ist man sich noch nicht darüber im klaren was für eine Rasse Balto denn nun gewesen ist oder ob es überhaupt eine reine Rasse war. Alaskan Malamute-Halter sagen es war ein Malamute und Siberian Husky-Halter meinen das es ein Husky gewesen sei.


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Copyright 30.11.2010 by Marcel Trinkler [place of birth Weimar TH]